 |
| KARIBISCHES
GEBIET |
|
 |
 |
| KARIBISCHE
KÜSTE |
|
 |
|
|
Die karibische Küste Costa Ricas ist 212 Kilometer lang
und verläuft in gerader Linie. Nördlich von der Hafenstadt Limon bis
zum Fluß Rio San Juan, der die Grenze zu Nicaragua bildet, gibt es keinerlei
Strand, der sicher genug zum Baden wäre. Denn die Ebbe und Flut in diesem
Teil der Karibik ist unberechenbar und stark. Ebenso gibt es auf der gesamten
Strecke, außer in Tortugero und Barra del Colorado, weder ein Hotel noch
eine sonstige Übernachtungsmöglichkeit. Dafür besitzt die Region
ganz andere und sehr wundervolle Attraktionen. Hingegen südlich von Limon,
zwischen Cahuita und Manzanillo, erstrecken sich herrliche Strände aus
dunklem Vulkansand oder hellem Muschelbruch. Dazu kommen überwältigend
schöne Korallenriffs, die die Karibik Costa Ricas veredeln. Viele der kleinen
Hotels und Lodges besitzen in dieser magischen Atmosphäre ihr eigenes afrokaribisches
Flair; eine Atmosphäre, die sich von der Pazifikküste wesentlich unterscheidet.
Hier finden sich zauberhafte Strände an blauer See, Kokospalmen, und ein
üppiger tropischer Wald. Die karibische Küche ist sehr delikat. Es
gibt herrlich mundende Fische, Shrimps, Languste und weitere Meeresfrüchte.
Das touristisch erschlossene Gebiet ähnelt keinesfalls den üblichen
Urlaubszentren. Weder große Hotels, Spielbanken, noch Unterhaltungsmaschinerien
aus dem Amüsiergewerbe sind hier zu finden. Im Gegenteil. Die Natur ist
noch direkt und großzügig wuchernd. Die karibische Seite Costa Ricas
zeigt mehr die Wunder und Faszinationen der Natur. Schöne Strände
und exotische Eindrücke herrschen vor. Die Städtchen Cahuita und Puerto
Viejo verfügen über zwar kleine, aber exzellente Restaurants. Aus
den Bars klingt Reggea und Calypso zum Tanz. Die Strände sind gerade bei
jungen Menschen sehr beliebt, denn es herrscht eine lässige, eine Bohem-Atmosphäre.
Wer den Cahuita Nationalpark besucht, kann sich am Strand, am Wald und am Schorcheln
erfreuen. Daneben gibt es das Manzanilla Gandoca Schutzgebiet, und die Strände
an der Playa Chiquita, Cocles und Punta Uva. In dieser Gegend findet man das
Hotel Punta Cocles und das Shawandha, die über eine feine Küche verfügen,
und bei vielen Touristen beliebte Plätze zum entspannen sind, letzteres
aber in einer gepflegten Atmosphäre.
|
|
 |
| HAFEN
VON LIMON |
|
 |
Limon ist die wichtigste Hafenstadt des Landes; und liegt im
südlichen Teil des karibischen Gebietes. Diese Region Costa Ricas war eine
der letzten Gegenden, die zivilisiert und bevölkert wurden. Schon aus diesem
Grund ist die Entwicklung der Karibik faszinierend. Die moderne Geschichte beginnt
mit dem Bau der Eisenbahn von San Jose nach Limon. Das war auch der Beginn der
großen Multinationalen „United Fruit Company“ und des Bananenanbaus
im großen Stil.
Die Afro-Caribische Bevölkerung entstammt ursprünglich der versklavten
Bevölkerung, die aus Trinidad und Tobaco des Eisenbahnbaus wegen nach Costa
Rica geholt wurden. Denn nur sie hielten die große Hitze in der Karibik
aus. Der Hafen wurde 1867, gegenüber der Insel Uvita, gegründet. In
Limon leben etwa 70.000 Menschen. Die Stadt ist sehr lebendig und hat ihren
eigenes Flair. Ein Besuch Limons ist lohnenswert, besonders des Parks Vargas,
in dem das Monument von Christoph Kolumbus und seinem Sohn steht. Kolumbus betrat
an diesem Ort im Jahr 1502 Costa Rica. An einer Mauer am Monument ist die bunte
Geschichte der Karibik gemalt. In der Nähe der Statue, und somit fast direkt
am Ozean, gibt es einen schönen Ausblick auf das Meer und die einzige Insel
der Karibik, der Insel Uvita. Hier ankerte einst Kolumbus. Die Insel war und
ist unbewohnt. Ein weiterer, sehr interessanter Platz, ist der zentrale Markt.
Hier pulsiert das Leben. Es ist das Herz und der Bauch von Limon. Eine Fülle
von Farben und Gerüchen, Obst und Gemüse, Gewürze und Fleisch
ist hier zu finden. Die meisten Bewohner des karibischen Teils entstammen dem
afrikanischem Erdteil, und sie leben auf ihre Art, doch sie tun es immer entspannt.
Wer Limon besucht und diesen kulturellen Höhepunkt erleben möchte,
sollte nicht die Kriminalität vergessen. Demonstrativ gezeigter Schmuck,
oder Gepäck, das im Auto verbleibt, verführt regelrecht zu Diebstahl
oder Einbruch. Auch die Drogenkriminalität ist groß, denn dieser
Ort ist immer wieder Umschlageplatz für Drogen zwischen Süd und Nordamerika.
MOIN
Neun Kilometer entfernt von Limon liegt Moin. Von diesem kleinen Hafen aus kann
man sehen, wie die Bananen auf die Schiffe verladen, die Petroleumtransporte
abgewickelt, lebenswichtige Güter abgeladen werden. Auch viele schöne
Kreuzfahrtschiffe legen hier an.
In Moin beginnt auch die nördliche Küstenlinie mit
seinen vielen Kanälen. Von hier aus startet die Tour in die Kanäle
von Tortugero. Und hier enden sozusagen auch alle Straßen. Es geht nur
zurück nach Limon und dann, von hier aus, weiter südlich an die Strände
von Cahuita und Puerto Viejo.